Welche Zusatzversicherung für Kinder?

10.09.2017

Welche Zusatzversicherung für Kinder

Auch für Kinder übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland leider nicht alle Behandlungen und Therapien, die sinnvoll sind - viele Eltern fragen sich daher, ob es sinnvoll ist, eine Zusatzversicherung für ihre Kinder abzuschließen. Am beliebtesten sind sicherlich Zahnzusatzversicherungen - doch auch Leistungen im Krankenhaus, beim Kinderarzt oder für Heilpraktiker, können interessant sein.

 

Am beliebtesten: die Zahnzusatzversicherung für Kinder 

Wie bei Erwachsenen, drohen auch bei Kindern hohe Eigenanteile im Bereich Zahnmedizin, besser gesagt Kieferorthopädie. Eine Zusatzversicherung für die Zähne ist daher für Kinder am wichtigsten, will man nicht später im Jugendalter viele tausend Euro für eine Zahnspange selbst bezahlen. Gute Zahnzusatzversicherungen für Kinder kosten monatlich etwa 10 bis 20 Euro. Gute Tarife übernehmen die Kosten für Zahnspangen in Höhe von 80, 90 oder 100%, sowohl ohne Vorleistung der gesetzlichen Kasse (KIG 1-2) wie auch für Mehrkosten, die bei Vorliegen einer KIG-Stufe 3-5 anfallen können (z.B. für die Kosten eines Retainers). Am besten für Kinder ist unserer Ansicht nach die Zahnzusatzversicherung UKV Zahnprivat Premium - ausführlicher in folgendem Blogbeitrag nachzulesen: 

Die beste Zahnzusatzversicherung für Kinder: UKV Zahnprivat Premium 

Doch der Tarif von UKV ist mit fast 20 Euro monatlich nicht unbedingt der günstigste Kinder-Tarif - wer einen günstigeren Tarif mit gutem Preis-Leistungsverhältnis sucht, sollte sich die Inter Z90 + ZPro genauer ansehen. 

Neben den Zähnen gibt es auch andere Leistungen, die für Kinder sinnvoll sein können.

 

Stationäre Zusatzversicherung für Kinder (Krankenhauszusatzversicherung) 

Auch im Krankenhaus gibt es durchaus Unterschiede zwischen Kassenpatienten und Privatpatienten - mit einer stationären Zusatzversicherung sichern Eltern ihren Kindern im Krankenhaus die bestmögliche Unterbringung und Versorgung.

Die gesetzliche Krankenversicherung sichert nur eine Unterbringung im Mehrbett-Zimmer zu, d.h. nach einer Operation muss das Kind unter Umständen mit 2 oder mehr anderen Kindern im Krankenhauszimmer liegen, was die Genesung in vielen Fällen erschwert, da in einem Mehrbett-Zimmer durch Besucher und Stations-Personal immer viel Trubel herrscht. Gerade bei kleineren Kindern kann es da schnell eng werden, wenn auch ein Elternteil mit einquartiert wird (Rooming-In).

Gute stationäre Zusatzversicherungen für Kinder kosten nur etwa 4 bis 8 Euro monatlich und sind damit sehr günstig zu haben. Neben der Unterbringung im 1- oder 2-Bett-Zimmer wird auch die Behandlung durch einen Arzt der Wahl - zumeist den Chefarzt - übernommen. Ob das notwendig oder sinnvoll ist, wird vielfach kontrovers diskutiert - die einen sagen, dass die Chefarztbehandlung überflüssig ist, in manchen Fällen kann sie möglicherweise sehr wichtig sein - hier spielt sicherlich die genaue Erkrankung im Einzelfall eine große Rolle.

  

Ambulante Zusatzversicherung - Privatpatient beim Kinderarzt

Ihr Kind ist krank - Sie müssen zum Kinderarzt. Doch einen Termin hat er auf Anhieb nicht für Sie frei. Nach längerem Betteln lässt man Sie dann doch vorbeikommen - doch dann heißt es erstmal ins volle Wartezimmer mit anderen kranken Kindern und warten, warten, warten. Kommt man dann an die Reihe, wird man vom Kinderarzt vielfach eher abgefertigt - das ist auch kein Wunder, bedenkt man, dass der Arzt von der gesetzlichen Kasse nur mit einem festen Pauschalbetrag je Quartal haushalten muss, kann er sich de facto einfach nicht so viel Zeit für jeden kleinen Patienten nehmen, wie er es vielleicht eigentlich gerne tun würde. Bei Privatpatienten ist das anders - hier wird jede Behandlung einzeln vergütet.  

Jeder Kassenpatient kann sich den Status eines Privatpatienten sichern, indem er das Kostenerstattungsprinzip wählt. Das wiederum ist nur empfehlenswert, wenn man zeitgleich eine ambulante Zusatzversicherung abschließt (sonst drohen hohe Kosten in theoretisch unbegrenzter Höhe). Für Kinder sind die monatlichen Beiträge mit rund 25 Euro monatlich überschaubar. Damit kann der Arzt das Kind dann wie einen Privatpatienten behandeln - Ihr Kind profitiert damit künftig von schnellerer und bevorzugter Terminvergabe, teilweise auch moderneren Therapie-Methoden und alternativen Medikamenten.

 

Ambulante Ergänzungsversicherung (z.B. Heilpraktikerversicherung)

Solche Kostenerstattungs-Tarife sind übrigens nicht zu verwechseln mit ambulanten Ergänzungsversicherungen. Solche Tarife sind mit rund 5-10 Euro monatlich deutlich günstiger, leisten aber nicht für eine Privatbehandlung beim Kinderarzt, sondern decken Kosten, die nicht im Leistungsumfang der gesetzlichen Kassen enthalten sind, z.B. für alternativmedizinische Behandlungen beim Heilpraktiker oder eine Auslandsreisekrankenversicherung mit Rücktransport.

Wer z.B. großen Wert auf alternative Heilmethoden legt, sollte über solch eine ambulante Ergänzungsversicherung nachdenken.

  

Zusatzversicherung für Kinder - rechtzeitig abschließen

Für alle Zusatzversicherungen gilt: der Abschluss muss rechtzeitig erfolgen. Bei Abschluss einer Zusatzversicherung findet im Regelfall eine Gesundheitsprüfung statt - bei ambulanten oder stationären Zusatzversicherungen können auch vermeintlich harmlose Erkrankungen wie z.B. Allergien zu Ausschlüssen, Risikozuschlägen oder - je nach Sparte und Tarifleistungen - sogar zur Ablehnung führen.

Die Zähne sichert man optimalerweise im Alter von von 3 bis 6 Jahren ab, zu einer Zeit wo typischerweise die Zähne noch nicht so weit entwickelt sind, als dass der Zahnarzt bereits eine Zahnfehlstellung diagnostiziert haben könnte.

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